Web-Relaunch - Antworten auf eure Fragen
Zwei Wochen ist der neue Webauftritt unserer Universität jetzt online. Das Projektteam Web-AG ist froh und erleichtert, dass die technische Umstellung völlig reibungslos verlaufen ist und die Universität Regensburg sich nun im Web in neuem und zeitgemäßem Gewand präsentiert. Durch die intensive redaktionelle Vorbereitung – etwa 1000 Seiten wurden vorab in das neue Design migriert – hat der neue Auftritt bereits zum Startzeitpunkt eine höhere Reichweite, als sie der alte in 10 Jahren Nutzung jemals erreicht hat. Dennoch sind so erst wenige Prozent aller Seiten im Bereich des Webauftritts der Universität Regensburg umgezogen, es bleibt also noch viel zu tun. Wir werden an dieser Stelle über weitere Fortschritte bei der Umsetzung berichten.
Naturgemäß werden Konzeption und Design eines so zentralen Systems intensiv und an unterschiedlichen Stellen diskutiert. Nachdem wir den ersten Schwung an Kommentaren und E-Mails ausgewertet haben, ist es für uns als Web-AG an der Zeit, Ihnen / Euch allen zu antworten. Alle Rückmeldungen wurden aufgenommen und ausgewertet. Da wir nicht die Ressourcen haben, allen Kommentaren direkt zu antworten, haben wir uns für eine Sammelantwort hier auf dem Uni-Blog entschieden.
Zunächst möchten wir allen, die sich an der Diskussion und an der unvermeidlichen Fehlersuche / -beseitigung beteiligt haben, sehr herzlich danken. Besonders hilfreich waren für uns in den ersten Tagen die Meldungen zu fehlenden bzw. fehlerhaften Links oder anderen technischen Widrigkeiten. Wir haben versucht, diese so schnell als möglich auszubessern. Um den Blog für die allgemeine Diskussion von Konzept, Design, Umsetzung etc. frei zu halten und Ihre Hinweise schneller bearbeiten zu können, bitten wir Sie / Euch, konkrete Fehler-Hinweise oder individuelle Fragen direkt an die Mail-Adresse kontakt@uni-regensburg.de zu senden.
Zum Thema „Finanzierung und Projektverlauf“
Entgegen anderslautenden Vermutungen wurde der Relaunch der Webseiten nicht aus Studienbeiträgen finanziert. Design und Programmierung wurden aus regulären Haushaltsmitteln der Universität beglichen. Die Umsetzung lag – wie das Impressum deutlich macht – in den Händen eines Nürnberger Medienbüros. Eine genaue Kostenaufstellung können wir aus Gründen des Wettbewerbs nicht veröffentlichen. Bei diesem wie bei jedem anderen Auftrag im öffentlichen Dienst waren wir gehalten, das wirtschaftlichste Angebot auszuwählen. Alle finanziellen Vorgänge unterliegen selbstverständlich der Prüfung des Rechnungshofes.
Die alten „blauen“ Webseiten der Universität haben uns über einen Zeitraum von zehn Jahren begleitet („das blaue Wunder“). Das nun veröffentlichte Ergebnis wurde seit dem Frühjahr 2009 von der Web-AG vorbereitet und umgesetzt. Die Projektdauer ist für ein Projekt dieses Umfangs typisch und angemessen.
Kritik am Design und seiner Abnahme
Die Gestaltung der neuen Web-Seiten fußt auf dem neuen Corporate Design der Universität. Die Web-AG hat regelmäßig an die Universitätsleitung über den Projektfortschritt berichtet. Daneben hat der Gestaltungsvorschlag mehrere Gremien durchlaufen, darunter den Hochschulrat und die Lenkungsgruppe Marketing, in der Vertreter aus allen Fakultäten sowie aus den zentralen Einrichtungen mitarbeiten. Darüber hinaus war ein Vertreter des studentischen Konvents eingeladen, an den Sitzungen der Web-AG teilzunehmen.
Lesbarkeit der Textlinks
Die Kritik an der Lesbarkeit der Textlinks in der Hauptnavigation greifen wir auf und werden deshalb das Kontrastverhältnis zwischen Text und Hintergrund mit dem nächsten Update erhöhen.
Umfang der Hauptnavigation auf der Startseite und in der dynamischen Footerleiste
Die Links auf der Startseite sind nicht willkürlich zusammengewürfelt , sondern bieten eine zielgruppenorientierte Menüführung durch das breite Spektrum der Webseiten der Universität. Über die vorhandene Auswahl an grundlegenden Menüpunkten kann der Benutzer mit wenigen Klicks alle Unterseiten der UR ansteuern.
Im Vorfeld durchgeführte Usability-Tests haben zudem bestätigt, dass das Navigationskonzept sowohl von externen Benutzern (Schüler) als auch von internen Benutzern (Studierende) schnell begriffen und angewendet wird. Es ist sehr gut nachvollziehbar, dass die Umgewöhnung vom alten Webauftritt zum neuen Auftritt vor allem für langjährige Nutzer der UR-Seiten zunächst aufwendig ist. Wir bitten aber um Verständnis dafür, dass die „alte“ Startseite der UR, die ja nicht viel mehr als eine Linkliste war, nicht 1:1 mit allen Links auf den grundlegend überarbeiteten Webauftritt übertragen werden konnte.
Für die nahe Zukunft ist darüber hinaus eine Online-Umfrage am Campus zu weiteren wichtigen Links (Shortcuts) auf der Startseite geplant, die die Hauptnavigation ergänzen sollen. Mithilfe der Umfrage können alle Mitglieder der Universität über zusätzliche Shortcuts für besonders dringend benötige Systeme wie z.B. „FlexNow“, „Blog“, „Opac“, „Webmail“ oder „RZ Account“ auf der Startseite abstimmen.
Orientierungsseiten und Klicks
Orientierungsseiten (Studium, Fakultäten, Aktuelles) bilden die teilweise tief verschachtelten Navigationsstrukturen der UR-Seiten systematisch und übersichtlich in bis zu vier Spalten auf einer Seite ab. Dabei dient die rechte Spalte als Scharnier zwischen der Orientierungs- oder Überblicksseite und der Inhaltsseite: Über ein aussagekräftiges Bild sowie wesentliche Informationen wie z. B. Telefonnummer, E-Mail oder Öffnungszeiten liefert sie eine Kurzvorschau auf die dahinter liegende Seite. Auch dieses Konzept hatte sich bei ersten Usability-Tests für einen prototypischen Bereich sehr gut bewährt. Im Live-Betrieb zeigt es derzeit noch Schwächen, da bisher nur wenige „echte“ rechte Spalten vorliegen, weil die dahinter liegenden Inhalte noch nicht in das neue System umgezogen sind. In diesen Fällen wird die generische „externe Seiten-Verlinkung“ angezeigt. Diese Standard-Spalte ist notwendigerweise wenig aussagekräftig und hat keinen Vorschaucharakter auf die dahinterliegende Seite. Wir sind dabei, das Konzept so zu überarbeiten, dass auch für diese Übergangssituation zusätzliche Klicks vermieden werden.
Englischsprachige Seiten des Webauftritts
Die Bereitstellung einer englischsprachigen Version des Web-Auftritts in angemessenem Umfang ist eine wichtige Aufgabe, war allerdings nicht Gegenstand des bisherigen Projektes. Da auf den alten zentral gepflegten Seiten mit Ausnahme des Auslandsamts nur eine einzige Info-Seite auf Englisch existiert hat (!), müssen weitergehende englischsprachige Inhalte erst erarbeitet werden. Hierfür ein geeignetes Konzept zu entwickeln und die zum Teil hochspezifischen Texte zu übersetzen ist eine Aufgabe, deren Umfang und Komplexität man nicht unterschätzen sollte. Zum Beispiel bedarf es bei vielen UR-Bezeichnern sehr spezifischer Übersetzungen, die von den Organisationseinheiten selbst geleistet werden müssten.
Abgesehen von diesen inhaltlichen Herausforderungen möchten wir erst die Kinderkrankheiten der neuen deutschen Seiten beseitigen, um bei der Arbeit an einem englischen Auftritt auf einer konsolidierten Version aufbauen zu können.
Umfang des Relaunchs
„Relaunch“ bedeutet hier nicht nur das Umstellen auf eine andere Schriftart und die Einbindung eines anderes Logos, sondern eine grundlegende redaktionelle und strukturelle Überarbeitung der zu migrierenden Inhalte (Studium, Verwaltung, Rechenzentrum etc.). Hinzu kommt eine neu aufgebaute Informationsarchitektur, was sich deutlich sichtbar auf die nun größtenteils „sprechenden“ URLs auswirkt. Sehr viel Arbeit ist in den vergangenen Monaten in die redaktionelle Überarbeitung und Optimierung der Texte geflossen.
Da jede Fakultät und jede zentrale Einrichtung für ihren Web-Inhalt selbst verantwortlich ist, konnten in einem ersten Schritt nur zentral gepflegte Inhalte sowie das Rechenzentrum in das neue System übertragen werden. Durch die Umstellung auf das Content-Management-System Imperia ist ab sofort aber jede Organisationseinheit der Universität Regensburg grundsätzlich in der Lage, ihre Inhalte in das einheitliche Layout zu migrieren. Bei dieser Gelegenheit bietet es sich an, eine teilweise Neustrukturierung und redaktionelle Überarbeitung der eigenen Inhalte vorzunehmen. Schulungen und Support für diesen Prozess sind bereits geplant und zahlreiche Einrichtungen und Fakultäten haben bereits mit der Migration begonnen oder bereiten diese vor.
Ausblick
Abschließend bedanken wir uns noch einmal für die teilweise sehr interessanten und relevanten Hinweise zum Konzept des neuen Webauftritts der UR. Es war uns klar, dass Freischaltung und die dann intensive Nutzung neue Erkenntnisse über Stärken und Schwächen zu Tage fördern würde. Trotz intensiver Vorbereitung (Prototyp, Benutzertest, Design Reviews) lässt sich nicht alles, was in der Praxis relevant ist, antizipieren. Wir prüfen bereits verschiedene Alternativen für einige Problempunkte und sind natürlich auch weiterhin für jegliche Form konstruktiver Kritik dankbar.
Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir auf individuelle Designvorlieben und Geschmacksurteile nicht weiter eingehen können und wollen. Design und Layout wurden auf der Basis der bereits 2009 eingeführten CI-Vorgaben entwickelt und von den zuständigen Gremien verabschiedet. Insofern gilt: De gustibus non est disputandum (vgl. auch den Punkt „Kritik am Design und seiner Abnahme“).
Die Befürchtungen, dass sich jetzt für weitere zehn Jahre nichts ändern wird, können wir entkräften: Wir sind bestrebt, den Webauftritt stetig zu verbessern und freuen uns auch weiterhin über Hinweise und Verbesserungsvorschläge.
Die Web-AG
Margit Adler, Referat Kommunikation
Manuel Burghardt, Medieninformatik
Emanuel Finger, Rechenzentrum
Michael Giesz, Rechenzentrum
Florian Greiner, Rechenzentrum
Christoph Pfeiffer, Rechenzentrum
Christian Wolff, Medieninformatik
Von Der Blogger am 13. Oktober 2010

#1
Thema Mehrsprachigkeit: macht doch dann wenigstens einen für ausländische Studenten erkennbaren Link auf die englischen Seiten des Auslandsamtes: http://www-auslandsamt.uni-regensburg.de/start_aust.en.html
#2
Liebe Web-AG,
es ist tröstlich, das die Blog-Kommentare zumindest zur Kenntnis genommen werden. Einige Punkte in euren Antworten provozieren aber geradezu Kommentare:
“Reichweite”
Das alte Design hatte zu seinen besten Zeiten eine deutlich höhere Reichweite als 1000 Webseiten. Sie wurden nur mit der Zeit durch neue Seiten ersetzt - die meisten Fakultätsseiten mittlerweile 3-5 mal, und immer ohne viel Trara aber mit deutlichen Verbessungen. Insofern ist es schon verwunderlich, dass eine längst überfällige Renovierung der Uni-Webseiten so frenetisch gefeiert wird.
“Kritik am Design, Lesbarkeit der Textlinks”
Die 1:1-Umsetzung des Corporate Design auf die Webseiten ist mit ein Grund für die schlechte Lesbarkeit: Grau in Grau führt zwangsläufig zu schlechten Kontrasten und auch die Fakultäts-Farbcodierungen auf den Verteilerseiten sind teilweise kaum zu lesen (Katholische Theologie: weiß auf gelb!!).
“Orientierungsseiten”
Die “3+1″-Navigation bleibt fragwürdig. Der zusätzliche Klick auf die rechte Spalte ist wenig intuitiv, zumal sich Webbenutzer daran gewöhnt habe, dass rechts sowieso meistens Werbung steht.
Auf Geräten mit kleinem Bildschirm (also internetfähige Handys incl. iPhone) sind diese Seiten praktisch nicht bedienbar.
Der angebliche Mehrwert dieser rechten Spalte erschließt sich mir auch nicht: Die Bilder sind nichtssagend, e-mail und Telefonnummer ist sicher auch nicht die Information, die ich auf einer Navigationsseite erwarte. Stichworte zum Inhalt wären hilfreicher, wie man z.B. auf der Homepage von Prof. Wolf sehen kann.
“Englische Seiten”
Siehe Markus….
Webstandards:
Guter Stil ist, dass Links als solche direkt erkennbar sind, entweder durch eine konsistente Farbgebung (Standard: blau) oder durch Unterstreichung. In der unteren Navigationsleiste der Hauptseite sieht man die Links leider erst durch den Hoover-Effekt.
Mit einem normalen PC und Maus nur ärgerlich, mit einem Handy-Touchscreen nahezu unbedienbar.
Insgesamt habe ich immer mehr den Eindruck, dass das beauftragte “Nürnberger Medienbüro” mehr an Design als an WEB-Design interessiert war (das merkt man auch an ihren eigenen Webseiten)
#3
Ich stimme Herrn Kreitmeier uneingeschränkt zu. Vor allem sein letzter Absatz trifft den Nagel auf den Kopf:
“Insgesamt habe ich immer mehr den Eindruck, dass das beauftragte “Nürnberger Medienbüro” mehr an Design als an WEB-Design interessiert war (das merkt man auch an ihren eigenen Webseiten).”
Ich sehe den Schuldigen weniger in der Web AG als vielmehr in der Nürnberger Agentur. Das “wirtschaftlichste” Angebot lässt sich bei so weichen Faktoren wie Design & Gestaltung wohl leider nicht immer eindeutig bestimmen.
Man hätte wohl auf das einzig gültige Qualitätsmerkmal der Branche – die Referenzen in diesem Bereich – vertrauen sollen und müssen. Selbst wenn die gestanden Agenturen auf den ersten Blick “teurer” gewesen wären. Günstig ist eben nicht immer auch gut. Schon meine Großmutter wusste das, wenn sie sagte: “Ich bin zu arm um mir billige Dinge zu kaufen!”
#4
Die Kritik an den Webseiten leidet daran, daß die Kritiker über die tatsächlichen Strukturen des Webprojektes mutmaßen müssen, nämlich über das, was im Spannungsfeld Design und seiner Umsetzung eigentlich stattfindet.
Beispiel:
Die “3+1″-Navigation bleibt fragwürdig. Der zusätzliche Klick auf die rechte Spalte ist wenig intuitiv, zumal sich Webbenutzer daran gewöhnt habe, dass rechts sowieso meistens Werbung steht.
Dieser zusätzliche Klick ist so im Design nie vorgesehen gewesen. Er hat sich ergeben. Die Ursachen dafür mögen vielfältig sein.
Zum Grundsätzlichen: Die neuen Webseiten bestehen aus 2 “Abteilungen”. Einmal dem Design mit den dazugehörigen Usability-Tests und Prototypen. Und zweitens aus dem, was die Realisierer daraus gemacht haben.
Damit ist ein Spannungsfeld skizziert.
Und, weil alle Protagonisten mit “Herzblut” dabei sind, erspare ich mir hier weitere Kritik.
Die Seiten werden sich entwickeln und, getrieben von konstruktiver Kritik, “besser” werden.
#5
@Hako
Natürlich muss das “normale Volk” mutmaßen, es gab ja nie Informationen während der Entwicklungsphase.
Wenn die 3+1-Navigation tatsächlich erst hinterher eingeführt wurde frage ich mich aber schon, ob der Usability Test sinnvoll war. Immerhin ist die Navigation ein zentraler Punkt für eine Website dieser Größe.
Das Argument mit den zwei Abteilungen (Design und Realisierung) ist für mich ein beispiel für missverstandenes Webdesign.
Webdesign muss die Informationen ansprechend zu verpacken, mit klarer Gliederung und Benutzerführung. Dazu müssen von Anfang an auch die programmiertechnischen Möglichkeiten genauso berücksichtigt werden wie gesetzliche Vorgaben und technische Besonderheiten des Mediums Web.
Mit anderen Worten: Webdesign endet nicht mit einem Entwurf (Photoshop?= und einem Usability Test mit 10 Seiten (schon wieder gemutmaßt..) sondern muss das Projekt auch in der Umsetzungsphase betreuen und dabei auftretende Probleme erkennen und Lösungen anbieten.
Mir sind bei den neuen Webseiten einfach zu viele formale Fehler aufgefallen. Um nur einige zu nennen:
Mangelnde “Barrierefreiheit” durch schlechten Kontrast;
Verwendung von “nicht websicheren Farben”;
und natürlich die 3+1 Navigation mit überflüssigen Klick.
Zum letzten Punkt noch eine Anmerkung:
Hat sich irgendjemand die Webseiten schon mal auf einem Smartphone (iPhone & Co.) angesehen? Beim Zoomen auf eine lesbare Textgröße rutschen die neuen Spalten nach rechts aus den Focus und kein Mensch kommt auf die Idee, dass man nach rechts scrollen muss, um weiter zu kommen.
#6
Gerade die 3+1 Navigation ist Teil des Designs und wurde erfunden, um mit der heterogenen und umfangreichen Benutzergemeinde eines Uni-Webauftritts fertig werden zu wollen. Ich halte die Idee für gut. Wenn man denn dabei bliebe und nicht ein hybrides Mischdesign realisierte.
Nicht erfunden wurde der rechte, meist überflüssige Link. Er steht da praktisch als Platzhalter für momentan noch nicht verfügbar Sinnvolleres… Er erscheint mir auch technisch bedingt. Wobei ich mich frage, wieso? Muß was mit Imperia zu tun haben?
Das 3+1 wurde in, sorry, ich wiederhole mich, umfangreichen Benutzertests überprüft. Und für gut befunden.
Daß man dann mit viel Cut & Paste Seiten portiert hat, ohne Zeit zu haben, über systematische Dinge nachzudenken und dann am Ende (aus Gewohnheit?) wieder beim traditionellen “links steht die Linkliste” landet, das ist einem gewissen “Geiz” zuzuschreiben.
Man könnte auch sagen, dem Gebot der Sparsamkeit. Daß man nämlich kein Geld dafür haben wollte, um die Seiten wirklich, konsistent und extern und “teuer” entwickeln zu lassen.
Wobei es total seltsam ist: so richtig an Personen festmachen, läßt sich “man” nicht.
#7
Die Website ist nun doch schon eine Weile unterwegs und hat - in allen hierzu relevanten Topics im Blog - (nicht nur) von den Hauptusern, uns Studis, doch mächtig Prügel einstecken müssen. Und das wohl völlig zurecht.
Die bisherigen Statements zusammengefaßt:
Gut finden die Seite offenbar fast nur Leute, die an der Entwicklung ihre Finger mit im Spiel gehabt haben, ergo auch mit für das Endergebnis verantwortlich sind. Durchhalteparolen nach dem Motto: ist ja erst am Anfang, die Probeuser waren sehr zufrieden, wird schon noch u.ä.m. machen dabei keinen guten Eindruck und wirken eher dilettantisch. Komisch ist schon, daß selbst von diesen Leuten hier keiner so recht wissen will, wem der ganze Reinfall letztlich zuschreiben ist - “so richtig an Personen festmachen, läßt sich ´man´ nicht.” Der schwarze Peter wird also hin und her geschoben, anonymisiert, was das mehr als ungute Gefühl bestärkt, daß man sich in den Urheberkreisen (die Heinzelmännchen des nachts waren´s wohl nicht) zunehmend bewußt wird, hier für ordentlich Geld ordentlich Murks fabriziert zu haben. Diese Seite, v.a. in ihrer unzweifelhaft miesen Handhabbarkeit und Unübersichtlichkeit braucht wirklich niemand. Da hätte “man” viel besser gleich die alte lassen können. Meine Meinung.
#8
@Bald-Alumnus
Du hast Recht, einzelne Seiten sind wirklich … mäßig.
Beispiel gefällig?
Hier: http://www.uni-regensburg.de/rechenzentrum/unser-rz/stellenanzeigen/index.html
Diese Seite ist formal und strukturell, ja, was soll man dazu sagen?
Sie ist schlimm.
#9
Zuerst, es ist gut, dass jetzt etwas geschieht. Aber je länger man die 3+1 Klick Version benutzt, desto öfter kommt man an Punkte, wo man denkt, das kann es doch nicht sein. Einfach um des Prinzip willens wird unnötiges Geklicke nötig. Mein Beispiel: man gehe auf den Link UNIVERSITÄT der Startseite und klicke dann auf Stellenanzeigen. Dann erscheint die Auswahl für Professoren … Jetzt auf für Professoren klicken und was erscheint? Rechts steht Stellenanzeigen für Professoren, als ob ich das nicht gerade gewollt habe, und ich muss jetzt nocheinmal daraufklicken. Aus meiner Sicht sieht man an so einem einfachen Beispiel, wann ein Prinzip ad absurdum getrieben wird.
#10
Es gibt Webseiten, die erfreuen,
http://blog.uni-r.de/
Und es gibt andere, die sind zäh wie ein Infobrei.
http://www.uni-regensburg.de/rechenzentrum/index.html
#11
@Relegation:
Da hast du recht… die ist vom Feinsten! Ein bisschen mehr Durchschuss täte den Texten in der Mittelspalte, die ja sowas wie der Hauptinformationsträger ist, gut und würde sie wahrscheinlich deutlich besser lesbar machen.
Mir geht es aktuell so, dass bereits wenn eine solche Seite aufgeht und diese Form der Textwüste offenbart, irgendwo in meinem Hinterkopf etwas murmelt “muss ich das jetzt wirklich lesen?” An ein schnelles Überfliegen oder Querlesen ist überhaupt nicht zu denken.
Also bitte, wer auch immer die Macht hat, möge doch bitte im zugehörigen CSS-Style den Parameter “line-height” setzen. Ich denke ein Wert zwischen 110% und 120% sollte Wunder bewirken.
#12
Wieviel negative Kritiken sollen denn noch kommen ??? - Wann kommt endlich der 100 % Relaunch vom Relaunch (mit dann natürlich anderen Urhebern versteht sich) ???
#13
Also ich find die 3+1 navigation sehr gut. Größter Vorteil zu vorher ist, dass man nicht klickt, die seite geladen wird, sucht, klickt, geladen wird, sucht. man hat übersichtlich die Informationen vor Augen und muss weder Mausakrobatik vollführen um ein popupmenü, das sich schließt, sobald die Maus es verlässt, zu bedinen, noch sich durch ewiglange Seitenfolgen klicken.
Auf Smartphones hab ichs noch nicht gesehen, aber wenn dem so ist wie geschildet, ist das natürlich blöd. Ansonsten find ich das Design optisch sehr schön! Die Sachen die ich brauche finde ich als Vielbenutzer auch sehr schnell, es ist WESENTLICH übersichtlicher als das der alten Seite. Überhaupt scheinen mir die Kritiken da oben teilweise von in die falsche Richtung motivierten Medieinformatikstudis oder Webdesignkonkurrenten zu stammen. Kühlt euch mal ab, das Ding ist gut geworden. An der Uni laufen andere Sachen schief, beschwert euch über die. Oder ist das die neue politische Kultur, seine ach so scharfe Kritik beim Webdesign(!) abzuladen und den rosa Elefanten zu übersehen?
#14
@Nafets:
An der Uni LAUFEN ALLERDINGS VIELE ANDERE SACHEN schief (Studi-Kontingent längst erschöpft, undurchsichtige Studi-Beiträgeverwertung, Uni als peinliche, Dauerbaustelle usw. usf.), gegen die man wirklich besser heute als morgen mobil machen müßte
UND:
die neue Website taugt tatsächlich nix (ändert leider auch deine 3+1-Navigationsbegeisterung nichts daran - bist damit hier anscheinend der einzige).
#15
@Pamela
Mit der peinlichen Dauerbaustelle hast du recht. Man sollte die Baustellen alle abbauen und einfach abwarten und zuschauen, wie die Gebäude in sich zusammen fallen.
#16
@Reinhold Staubach:
Warum ist denn der blog eine “erfreuliche Seite”?
Ganz einfach: Für den Inhalt steht doppelt soviel Platz zur Verfügung wie auf den neuen Uni-Seiten. Außerdem ist es eine typische “News-driven site”, d.h. relativ wenige Themen sind sichtbar und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Alles andere findet man nur über die Suche. Für die wurde Google bemüht und schon findet man die gewünschten Informationen.
Dagegen der neue Webauftritt:
Kaum Platz für die eigentliche Information durch die sture Einhaltung EINES Layouts für alle Seiten. Natürlich führt das bei viel Inhalt zu furchtbaren, meterlangen Seiten (z.B. http://www.uni-regensburg.de/rechenzentrum/literatur/groupwise/arbeiten-mit-groupwise/index.html). Die Autoren haben praktisch keine Wahl: Entweder viel Information -> Infobrei oder nur Linklisten auf pdf’s. Das kann es doch wirklich nicht sein!
Die Verwaltungsseiten demonstrieren übrigens sehr hübsch, wie es auch geht:
Wenig Information auf den Webseiten, der Rest als pdf im herrlichsten Bürokraten-Deutsch. Wer macht denn eigentlich die Formulare???? Die Word-Varianten sind Anwärter für den “Held der Textverarbeitung”, die pdf-Formulare (OHNE ausfüllbare Felder) sind Bürokratie-Mittelalter mit modernen Mitteln.
#17
Lieber Herr Dr. Kreitmeier, wir kennen uns. Und bei nächster Gelegenheit werde ich Ihnen gerne meine Meinung, die einigermaßen deftig ist, zum Besten geben.
Staubach
#18
Lieber Herr Staubach, bevor Sie Herrn Kreitmeierbei nächster Gelegenheit den Kopf einschlagen, möchte ich anmerken: wenn ich die Diskussion bisher richtig deute, stoßen Sie und Herr Kreitmeier ins selbe Horn. Herr Kreitmeier hat lediglich versucht, das “Unbehagen” in Worte zu fassen, das Sie nur als Frage in den Raum gestellt hatten.
oder fühlen Sie sich als angehöriger der Verwaltung von seinen Ausführungen über den Formularwahn der Verwaltungsseiten auf die Füße getreten?
#19
Huch, um Gottes Willen, hier fließt keine Schädelmasse.
Es ist halt so, daß man sich im nicht-öffentlichen Gespräch deutlicher artikulieren kann. Dann entsteht auch häufig ein Verständnis für die andere Seite. Weil man merkt und auch glaubt, die sind ja nicht so, sondern …
Ist doch schön, wenn Kommunikation sich “eigene” Kanäle sucht.
;-)
Staubach